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Staatsoper? Deutsche Oper? Komische Oper? Hauptstadtoper. Die kleinste Oper von Berlin. In Friedrichshain.

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tucholskyBaRock

 

Idee und Konzept: Kirstin Hasselmann

Arrangement:Takashi Peterson und Kirstin Hasselmann

Regie: Ulrike Gärtner und Kirstin Hasselmann

Der Abend tucholskyBaRockist eine Begegnung von Text,Gesang und Musik aus einer Perspektive, die viel Raum für die eigene und einzigartige Satire von Tucholsky zulässt. Barockarien von Bach, Gluck, Händel und Telemann öffnen mit unterlegten Texten von Tucholsky neue Wahrnehmungen von Musik und Text.

Die Verbindung zur heutigen Zeit gelingt durch die AktualitätTucholskys und die Flexibilität der Barockmusik. Unterstützung findet sie durch den Einsatz der E-Gitarre. Jazz und Rock werden als Gestaltungsmittel verwendet. Die Barockarien wurden von Takashi Peterson und Kirstin Hasselmann neu arrangiert. Dieses Arrangement bringt hoch spannende Momente für die Sopranistin und den Gitarristen hervor. Dabei korrespondieren die Barock- und Jazz–Musik in einem Punkt: Improvisation war und ist in beiden Musikformen zentrale Gestaltungskraft

Die Prosatexte „Der Mensch“ und das „Requiem“ bilden den Grundgedanken und Leitfaden des Abends. Eine „Geehrte Trauerversammlung“ blickt zurück auf das Leben von Ignaz Wrobel, eines von Kurt Tucholskys vier Pseudonymen. Die Inszenierung des höchst persönlichen Lebens von Ignaz Wrobel und seine Verallgemeinerung auf den Menschen schlechthin, ergibt eine satirische Trauerfeier - skurril, heiter, tragisch und poetisch.

 

Kirstin Hasselmann, Takashi Peterson



 

 Das Team von tucholskyBaRock:


Kirstin Hasselmann, Ulrike Gärtner, Takashi Peterson


Die Premiere war am 25.5.2008. Weiter 5 Vorstellungen fanden im Robert Stolz Verein in Berlin Schöneberg statt.

Die Wiederaufnahme in der Hauptstadtoper erfolgte am 7.5.2009.

Gastspiele führten diese Produktion in den Admiralspalast in Berlin, ins Theatercafé in Halle/Saale, sowie ins
Helene-Weigel-Haus nach Puttgarten auf Rügen.

 


Ignaz Wrobel



 Aus Mitteldeutsche Zeitung (Halle) vom 4.7.2008:

Kleines Team mit großer Kunst

Musikalisches Kabarett

Eine gute Stunde vergnüglichen musikalischen Kabaretts erlebte man am Dienstag in der Galerie am Domplatz. Ausganspunkt waren Texte von Kurt Tucholsky, in denen kleinbürgerliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Gebrechen aufs Korn genommen werden.

Kirstin Hasselmann (Koloratursopran), Takashi Peterson(E- Gitarre) und Ulrike Gärtner (Regie) besannen sich dabei auf die im 17./18. Jahrhundert gebräuchliche Form des Pasticcios, in dem Stücke aus eigenen oder Werken anderer Komponisten ein neues Werk ergaben.

Aus Arien von Bach, Händel, Telemann und Gluck, denen Texte von Tucholsky unterlegt wurden, entstand eine satirische Darbietung von überzeugender Geschlossenheit und hoher musikalischer Qualität. Eine schöpferische Verbindung von Geschichte und Gegenwart, die sich wohltuend von der immer mehr in Mode kommenden Trittbrettfahrerei absetzt. Kirstin Hasselmann zeigte sich der anspruchsvollen Aufgabe in mehrfacher Hinsicht glänzend gewachsen: Ihr klarer und müheloser Sopran- ging souverän mit den besonderen gesanglichen Anforderungen der verwendeten Musik um und offerierte dazu einen geradezu unerschöpflichen Reichtum an Mimik, Gestik und Bewegung- eine insgesamt bemerkenswerte darstellerische Leistung. Mit Takashi Peterson stand ihr ein Begleiter zur Seite, der auf der E- Gitarre einfach alles beherrschte: Genau auf den Inhalt abgestimmt von schöner, linearer und harmonischer Begleitung der Arien bis zu modernen Klängen und Rock- Elementen. Mit einer Improvisation über ein Menuett von Bach erwies er sich auch als Solist von Format.

Besondere Höhepunket waren "Guten Morgen faules Glücke", "Lass mich mit Tränen", "Kommt ein Schiffvom Sturm zerschlagen" und "Der Mann im Spiegel". Die der Theaterkunst nahe stehende Veranstaltung fand ein dankbares Publikum, das in betrachtlicher Zahl erschienen war und dem Geschehen mit Begeisterung und viel Beifall folgte. (Claus Haake)

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Fotos: Julian Fahrenholz

Kaspar Hauser