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Staatsoper? Deutsche Oper? Komische Oper? Hauptstadtoper. Die kleinste Oper von Berlin. In Friedrichshain.

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Witwe Grapin
Premiere war am 4.5.2012

Regie: Birgit Eckenweber

Kostüm: Christina Kämper

Musikalische Leitung & Piano: Ralph Zedler

Licht: Ramsi Hoffmann

Regieassistenz/Inspiziens: Marielle Layherr


Marqui Bressieux: Ricardo Frenzel - Baudisch

Witwe Grapin: Kirstin Hasselmann

Freund: Kristina Jean Hays



Mit der äußerst selten gespielten Operette in einem Akt feiert die Hauptstadtoper den 200. Geburtstags des Mecklenburger Komponisten Friedrich von Flotow, dessen Hauptwerk „Martha“ zum Repertoire heutiger Opernbühnen gehört. Die „Witwe Grapin“ wird als kleines Meisterwerk seines Genres bezeichnet und setzt die in der letzten Saison mit Jaques Offenbachs „Ehemann vor der Tür“ so erfolgreich begonnene Tradition der Wiederentdeckung von Operetteneinakter an dem kleinen Haus an der Rungestraße fort.

Flotow war derjenige, der den damals noch unbekannten Offenbach in die Pariser Salons einführte und ihm so den Start in die französische Kulturmetropole ermöglichte. Offenbach revanchierte sich bei seinem Freund, indem er ihm die Uraufführung seiner neuen Opérette am 21. September 1859 am Théâtre des Bouffes Parisiens anvertraute.

In dem heiteren Stück, das in unserer Fassung mit unbekannten Liedern des Komponisten sinnvoll ergänzt wird, geht es nicht nur um Liebe zwischen Arm und Reich oder Ober- und Unterschicht, sondern auch um die Frage, wie die Zwangsversteigerung des Schlosses des lebensmüden Marquis Bressieux und der daraus folgenden unausweichlichen Personalentlassungen verhindert werden können. Bei den Turbulenzen, in deren Mittelpunkt die durchgeknallte Witwe Grapin steht, hat ein mysteriöser Freund des Marquis, der sich immer mal wieder auf spielerische Weise den Augen der Akteure entziehen kann, seine helfende Finger im Spiel... Wer kann einen solchen Freund nicht gebrauchen?


Fotos: Christina Kämper

 
Der lebensmüde Marquis Bressieux und die lebenslustige Witwe Grapin!


Der Ehevertrag ist aufgesetzt! Ungesehen muss jeder nach der Trauung seiner Wege gehen.


Er ist jung! Sie verwirrt!




Keiner will gehen!                                                             Nach viel Aufregung, Ende gut, Alles gut! Eben Operette!

 

 Witwe Grapin

Stimmen aus dem Gästebuch:

Romantik - leidenschaftlich - zuckersüß, schön war´s! O.N.


Sie singen & Spielen mit herz & Seele! Christine F.


Super tolle Geschichte, Klasse erzählt und gesungen! O.N.



Hallo Frau Hasselmann,
hier eine kleine Rückmeldung.
Ihre Aufführung war mir ein großes Vergnügen. Nicht nur, daß Sie so ein Stück auflegen, das man in großen Häusern nicht zu sehen bekommt; es war bei allem Minimalismus erfreulich unverfälscht, humorvoll, sehr beherzt, publikumsnah und dabei in jeder Hinsicht professionell gestaltet und aufgeführt.

Christoph L.

"So ein schöner Abend, weiter, weiter, weiter!!! AC.

Ihr seid echt Klasse, liebe Hauptstadtopler! L. Schwencke 6.4.2013

Spielfreude gepaart mit tollen Stimmen, beste Stimmung! J. Zinkmann 6.4.2013


Plakat: Wolf Gutjahr


Kulturradio vom rbb. 05.05.2012
Bühne:
Hauptstadtoper Berlin:
"Witwe Grapin"
Bewertung: KKKK


Mit Kirstin Hasselmann (Witwe), Ricardo Frenzel Baudisch (Marquis Bressieux), Kristina Jean Hays (Vincent)


Musikalische Leitung: Ralph Zedler
Regie: Birgit Eckenweber
Premiere vom 4. Mai 2012
Weitere Vorstellungen:
11., 18., 25.05., 01. und 03.06.2012
www.hauptstadtoper.de


"Meisterwerk", wie die Ankündigung verheißt, ist vielleicht etwas hoch gegriffen für das "petit riens" namens Witwe Grapin von Friedrich von Flotow. Aber Klappern gehört zum Handwerk, zumal bei einem zauberhaften Parterre-Nudelbrett wie der "Hauptstadtoper" in der Berliner Rungestraße. Ihrem großsprecherischen Namen zum Hohn ist die auf Selbstausbeutungsbasis operierende Kleinst-Truppe seit etwa vier Jahren auf Einakter-Fundstückchen spezialisiert.

Im Flohzirkus-Format
Von der Qualität und Pfeifbarkeit der Melodien Flotows ist man sogleich überrascht. Das kann mit fast jedem mittleren Rossini konkurrieren. Kein Zufall. Wir haben's bei Friedrich von Flotow (von dem sonst immer Martha gespielt und Alessandro Stradella zitiert wird) mit einem Komponisten im Windschatten der Opéra comique und Opéra francais zu tun. Sein Vorbild war Daniel Francois Auber (von dem Das bronzene Pferd zurzeit an der Komischen Oper gegeben wird). Seine Stilrichtung wurde zwischen Grand opéra und Operette bald aufgerieben. Schon deswegen verdienstvoll! Auch wenn wir es hier freilich eher mit einer Ausgabe im Flohzirkus-Format zu haben
Klein und hitzig
Die Hauptstadtoper residiert im Ladenlokal eines Neubaus zwischen Jannowitzbrücke und Köpenicker Straße (Jenny-Treibel-Terrain, könnte man sagen; die Fontane-Figur wohnt um die Ecke). Die Bühne ist ein freigeräumter Quadratmeter Wohnzimmerfläche (rund 40 Plätze). Die Auftritte erfolgen durch die Gartentür. Die Kassiererin spielt mit. Dass der Intendantin jedes Mal wieder die Hauptrolle vorbehalten bleibt, steht in altehrwürdiger Wanderbühnen-Tradition. Das ganze Ambiente ist so klein und hitzig, dass einem schon bei der ersten Arie die Brille beschlägt.

Liebevolle Prilblumen-Ausstattung
Die Witwe Grapin wiederum ist eine reiche, also lustige Witwe. Weil ihr Name so klingt wie das französische Wort für Enterhaken, will sie diesen Namen loswerden und heiratet einen Bankrotteur; ohne zu merken, dass dieser so jung und hübsch aussieht, dass sie ihn eigentlich gerne behalten möchte. Das wäre also ein federleichtes Scheinproblemchen, das sich durch einen einzigen Kuss lösen lässt. Und so kommt es auch. Im Operngewerbe indes waren immer schon die hergesuchtesten Konflikte zugleich die tragfähigsten, weshalb sich dies auch auf vier Akte hätte ziehen lassen. Doch der Hauptstadtoper kommt der Einstünder gewiss gerade recht. Die Sänger sind jung – und brauchen das Geld (das sie hier nicht verdienen können). Die liebevolle Prilblumen-Ausstattung erstreckt sich vom Bodenflokati bis zur Unterwäsche der Darsteller. Man sagt sich: Dass so etwas im hauptstädtisch aufgepumpten Berlin noch möglich ist... wie köstlich!

Appetitanregende Kleinigkeit
Und doch ist hier eine veritable Entdeckung gelungen. Durch die Klavierbegleitung geht die französische Opulenz verloren (das Werk wurde 1859 immerhin am Théâtre des Bouffes-Parisiens uraufgeführt). Dafür sorgt Ralph Zedler am Klavier für Stummfilm-Anmutung, durch welche er die hauchdünne Handlung gleichsam zur Kenntlichkeit entstellt. Alles durchaus nicht laienhaft! Nur lieb. Willkommen also in der ungekrönt selbsternannten "Opernhauptstadt". Gerade auf dem Felde der Einakter – von Offenbachs Lieschen und Fritzchen abwärts – eröffnet sich für die "Hauptstadtoper" ein Meer von theatralisch appetitanregenden Kleinigkeiten. Her damit!
Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

Link zu dieser Kritik:

http://www.kulturradio.de/rezensionen/buehne/2012/hauptstadtoper_berlin.html




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