Skip to main content

hauptstadtoper

Staatsoper? Deutsche Oper? Komische Oper? Hauptstadtoper. Die kleinste Oper von Berlin. In Friedrichshain.

Startseite  Spielplan  Hauptstadtoper   leoticket  Projekte   Mozart, Da Ponte Opern  Pressestimmen   Kontakt  Unterricht    
tucholskyBaRock > Die vier Jahreszeiten  > Sing um dein Leben > Eurydike & Orpheus  > Opernsommer 2010 > Mayer am Himalaya  > Berlins kl. Opernchor  > Operngala > Ehemann vor der Tür  > Leporellos Wahrheit > Opernglück  > Witwe Grapin > Bärenfamilie > Um acht beginnt die Nacht >  
 Sing um dein Leben -

am Ende stirbst du doch!

 

In 90 Minuten von Claudio Monteverdi bis Richard Strauss.

Die große Welt der Oper in der kleinsten Oper Berlins.

Idee: Kirstin Hasselmann

 

Text, Regie & Licht: Stephan Bielinski

Musikalische Leitung: Kirstin Hasselmann

 

Abendspielleitung: Marco O. Janus

 

Sopran: Kirstin Hasselmann

Piano: Alexander Klein

Cello: Johannes Zapotoczky

 

Zwischen umstürzenden Pappkartons werden die Facetten des Opernbetriebs und seiner Geschichte in diesem spannenden und unterhaltsamen Programm beleuchtet. Humorvoll und kurzweilig wird durch die musikalischen Höhepunkte von Monteverdi bis Richard Strauss geführt.

 

 

Zwischen umstürzenden Pappkartons werden die Facetten des Opernbetriebs und seiner Geschichte in diesem spannenden und unterhaltsamen Programm beleuchtet. Humorvoll und kurzweilig wird durch die musikalischen Höhepunkte von Monteverdi bis Richard Strauss geführt.

Man begegnet Sopranistinnen mit Minderwertigkeitskomplexen, Diven und Kunstbanausen. Man erlebt Rechtfertigungsversuche von Regisseuren, Kritikern und institutionellen Geldgebern - von Regietheater und Opernstiftung bis zu Festspielintrigen.

Das ganze ist gespickt mit zahlreichen berühmten Arien aus vier Jahrhunderten. Ein idealer Einstieg für Anfänger und eine Bereicherung für jeden erfahrenen Operngänger. Das Ensemble um Kirstin Hasselmann will wieder einmal ausloten, was sich die Oper alles erlauben darf.




 

Sie wollten schon immer wisse

 ... was es mit Koloraturen auf sich hat?

 ... wie Belcanto eigentlich schmeckt?

 ... warum sich Soprane und Tenöre sehr oft nicht riechen können und deshalb das Salz in der Musiktheatersuppe sind?


Dann kommen Sie doch in die Hauptstadtoper!

 

Denn wir bieten Ihnen die Essenz:

Liebe, Lust und Leidenschaft!

Tod, Trug und Täuschung!

Die Sopranistin ist panisch, aber autogen trainiert.

Das Orchester ist gestimmt

und gewerkschaftlich organisiert.

Die Bühne ist billig. Die Kostüme sind geklaut!

Vorhang auf und toi, toi, toi!!!

 


Fotos: Julian Fahrenholz



Aus Der Tagesspiegel vom 30.10.2009:

In der neuen Produktion "Sing um dein Leben" weitet sich der enge Raum zum Opernkontinent. Kirstin Hasselmann singt Arien aus einigen der bedeutendsten Werke des Repertoires. Mit Inbrunst und frechem Grinsen wirft sie sich in die Rollen, bricht bei Elisabethes Gebet im „Tannhäuser“ plötzlich ab („bei allen Sparmaßnahmen – das ist nun wirklich nicht meine Partie“), um sich im nächsten Moment als fahrige Besucherin mit Zonengabi-Frisur fürchterlich über Carmen aufzuregen („die will doch jetzt nicht etwa diesen Mops anbaggern?“).

Begleitet wird sie von
Johannes Zapotoczky (Cello) und Alexander Klein (Klavier). Am Ende des Parforceritts unter der Regie von Stephan Bielinski steht natürlich das Opernfinale schlechthin, das überirdische Duett aus dem „Rosenkavalier“. Da dürften die meisten Besucher längst Blut geleckt haben. Udo Badelt


 


Aus Märkische Oderzeitung am 16.11.2009

Ort der kleinen Intimitäten

Der Name ist verwirrend, gleichwohl durchdacht: "Hauptstadtoper" nennt sich eines der kleinsten Musiktheater Berlins. Es liegt in der Rungestraße 12, Bezirk Mitte. In einem kleinen Ladengeschäft mit bodentiefen Schaufenstern tritt das dreiköpfige Ensemble vor maximal 40 Zuschauern auf. Auf dem Programm des im Februar eröffneten Opernhauses stehen ausschließlich Eigenproduktionen: "Die vier Jahrszeiten" mit Musik von Antonio Vivaldi und Texten von Frank Wedekind, "TucholskyBaRock" und seit Kurzem "Sing um dein Leben!", eine kabarettistische Arien-Collage über die Eigenheiten des Opernbetriebes und des Publikums. Die Zuschauer sitzen dabei nur eine Armlänge von der Bühne entfernt.


Ich finde den Kontrast von großem Namen und Nähe spannend", sagt Opern-Mitbegründerin Kirstin Hasselmann. Sie will das Publikum die kleinen Intimitäten zwischen den Darstellern erleben lassen, ihnen ein "persönliches Kunsterlebnis" ermöglichen. Gleichzeitig sucht die Oper die Nähe mit den Zuschauern zwecks Austausch. "Wir wollen uns der Kritik stellen, nicht im eigenen Saft schmoren", sagt Hasselmann in Anspielung auf ihre Erfahrungen an großen Opernhäusern und Theatern. 14 Jahre lang wirkte sie in festen Engagements in Schwerin, Görlitz, Tier, Cottbus und Krefeld/Mönchengladbach sowie als freischaffende Sopranistin in Düsseldorf, Weimar und Wuppertal.

 

Gemeinsam mit der Regisseurin Ulrike Gärtner wollte sie einen Kontrapunkt setzen: Sie verwirklichten die Idee eines experimentellen Musiktheaters - nicht zufällig in Berlin. "Die Stadt bietet dafür das beste Pflaster, es gibt kreative Menschen, die sich ausprobieren wollen", sagt Hasselmann. Die 45-Jährige wendete sich im Jahre 2006 wegen des zunehmenden Leistungsdrucks, Arbeitskampfes und Sparzwanges von der großen Opernwelt ab. "Der Traumjob machte so keinen Spaß mehr", begründet sie ihre mutige Entscheidung.

 

Nach einem enttäuschenden Zwischenstopp in der Freien Theaterszene in Köln und Berlin ist ihr deutlich geworden, wie ein kleines Musiktheater überleben könnte: durch hohe Qualität. Und die wird nach Hasselmanns Ansicht nicht allein durch schön anzusehende Staffage und Kleiderordnungen erreicht. "Oper ist nicht nur zum Konsumieren, zum Bewundern da. Wir wollen den Blick auf die Kunstform werfen", beschreibt die in Halle aufgewachsene Opernsängerin ihr Anliegen. Wichtig sei, was am Abend den Menschen berührt. "Und das schafft man mit kleiner Form auch."

Die Musik-Arrangements liegen in Hasselmanns Hand, für die Inszenierung und die Texte zeichnet Stephan Bielinski verantwortlich. An den Instrumenten spielen Alexander Klein (Klavier) und Johannes Zapotoczky (Violoncello). Welcher Art die Produktionen sind, bestimmen die jeweils mitwirkenden Künstler, die das Ensemble zur Zusammenarbeit einlädt. Demnächst steht eine vierte Produktion an, nach einem Stück der Autorin Sabine Bergk. (Anja Hamm)

Zu weiteren Pressestimmen