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Staatsoper? Deutsche Oper? Komische Oper? Hauptstadtoper. Die kleinste Oper von Berlin. In Friedrichshain.

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Eurydike und Orpheus - Eine Wassermusik

 

Text & Regie: Sabine Bergk

Musikalische Idee und musikalische Leitung: Kirstin Hasselmann

Videoinstallation:

Valentina Torrado & Alfredo Mena

Kostüm: Christina Kämper

Maske: Ann Clair Meyer

Ton: Marco Rüdiger

Licht & Abendspielleitung:

Marco Oliver Janus

Regieassistenz: Sophia Seidler

 

Orpheus:Max Volkert Martens

Eurydike: Kirstin Hasselmann

Piano: Alexander Klein

Saxophon/Klarinette: Max Hacker

 

Nach Musik von Georg Friedrich Händel

Nach dem Element Erde (2009: "Le quattro stagioni/Die vier Jahreszeiten") wird jetzt in „Eurydike und Orpheus - Eine Wassermusik“ das Element Wasser zum Thema der Hauptstadtoper.

 

Orpheus hat sich nach dem Gang in die Unterwelt in das Denken zurückgezogen. An den schwarzen Wassern lebt der Schatten der Eurydike, ruft und singt nach der geliebten Seele. Wasser und Land, Licht und Schatten finden und verlieren sich an den Ufern in saumlosen Stunden.

Zu Händels "Wassermusik" bringen die Sopranistin Kirstin Hasselmann und der Schauspieler Max Volkert Martens gemeinsam mit dem Saxophonisten Max Hacker und dem Jazzpianisten Ingvo Clauder die Geschichte nach Texten der Berliner Autorin Sabine Bergk auf die Bühne.

Die Musik bedient sich der Gestaltungsmittel des Barock und der freien Improvisation des Jazz. Sie wird der Szene gemäß integriert, umgebaut und frei interpretiert.

Der Abend changiert zwischen Dichtung und Musik, Jazz, Gesang und Sprache - an den Ufern des griechischen Orpheusmythos.




 

Fotos: Alfredo Mena



Orpheus:Max Volkert Martens

Eurydike:Kirstin Hasselmann


 

E:

hörst nix, nix an den bleichen

hörst auch und mein herzschlag nicht.

tragen sie ab? tragen sie mich in den Tag?

O:

wie oft hab ich mir gedacht, wenn ich da so häng, bin ich ganz ding und nichts anderes dingt mir durch den kopf und jetzt häng ich und häng ich und es dingt sich doch nicht anders als zuvor

E:

am fenster sitzt der Tropf

und hofft

gäbs keinen tropf

gäbs auch kein hoff

im fensterlicht

wie viele tropfen hoffen

und sind betroffen

wenn nacht anbricht

(Texte von Sabine Bergk)



Plakat: Wolf Gutjahr




"Eine Perle im Berliner Kultur- und Stadtleben"

berlin blog am 11. März 2010 zur Premiere von "Eurydike und Orpheus":

 

Eurydike wälzt sich in grauen Gummistiefeln auf dem weiß getünchten Steinboden, noch kurz zuvor hatte sie ihr Gesicht in dem großen Spiegel geprüft, der vor einem raumhohen Fenster den Blick zurück in die Szenerie wirft und nur die Hälfte des Geschehens nach draußen lässt. Dort schieben sich Oberkörper den Berliner Gehweg entlang, telefonieren, reden und machen sich unbedarft zu einem Teil des Stücks. Wir sind in der Hauptstadtoper. Generalprobe: Orpheus und Eurydike.Die Hauptstadtoper erschafft in der „Opernhauptstadt“, wie Berlin sich gern selbst umwirbt, große Kunst auf kleinem Raum. Der Name des Vereins ist keine Reminiszenz an den Berlin-Slogan. „Opernhauptstadt“, so betont Marco Oliver Janus, an diesem Abend für das Licht und die Abendspielleitung verantwortlich, „kam nach uns“. Aber auf derartige Dinge geht man nur beiläufig ein. Obwohl man einen „Größenwahn“ diesbezüglich als durchaus schlüssig ansehen könnte, denn das gesamte Konzept beruht in gewisser Weise darauf: Du siehst einen Raum - wahrscheinlich nicht viel größer als eine geräumige Einraumwohnung - die Tür, das Fenster direkt zur Berliner Rungestraße gerichtet und nennst ihn 'Hauptstadtoper'. Das ist einfältig … und genial.

Kirstin Hasselmanngründete die Hauptstadtoper im Jahre 2009 als Verein und gibt in der vierten Produktion die Eurydike. Sie selbst genoss eine klassische Gesangsausbildung im Fach Koloratursopran in Leipzig, ist diplomierte Opernsängerin und Gesangspädagogin, darüber hinaus Absolventin eines Meisterkurses bei Renate Hoff an der Staatsoper Berlin.Nach langjährigen ständigen Engagements in Schwerin, Cottbus, Trier, Görlitz, Krefeld und Mönchengladbach begab sich die Sopranistin in die Selbständigkeit. In “Orpheus und Eurydike” interpretiert sie Händels Wassermusik, lässt sich von Alexander Klein(Piano) und Max Hacker (Saxophon/Klarinette) mal in jazzige, mal in barocke Räume begleiten und bespielt den in seiner Gedankenwelt erstarrten Orpheus, dargestellt von Max Volkert Martens (u.a. 'Tatort', 'Der Baader Meinhof Komplex', 'Liebling Kreuzberg').

 

„Die Grundidee“, so die Berliner Autorin Sabine Bergk (Text und Regie), „ist die Liebesgeschichte zwischen Orpheus und Eurydike bis zu ihrem wirklichen Finale darzustellen.” Orpheus ist dem Hades entstiegen und verirrt sich im Denken. Eurydike wandelt als Schatten an den schwarzen Wassern und ruft ihren Geliebten. Während der griechische Sänger Orpheus sich mit verzweifelter Wollust in seiner Gedankenwelt verirrt, versucht Eurydike, ihn mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in ihre Realität, die auch nur eine unter vielen ist, zu ziehen.

Mit „Eurydike & Orpheus“ist dem Ensemble der Hauptstadtoper eine kopflastige Vermischung von Elementen der Popkultur mit denen der klassischen Oper und des Theaters gelungen, die – so mutig sie auch zu sein scheint – am Ende doch schlüssig aufgeht und dabei den zwei Komponenten, Hauptstadt und Oper, nicht nur mit ihrem Programm entgegenkommt, sondern sie auch räumlich einnimmt und Grenzen zwischen Spiel und Stadt scheinbar mühelos verflüssigt. Eine Perle im Berliner Kultur- und Stadtleben, nicht nur für Fans der Oper, sondern für alle, die Lust haben sich diesem Fach anzunäher. (Arne Fink)

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